Klapphelme online kaufen – finde den Modularhelm, der wirklich zu Dir passt
Ein Klapphelm verbindet eine geschlossene Motorradhelm-Bauform mit einem beweglichen Kinnteil. Das erleichtert Aufsetzen, Brillentragen und kurze Stopps. Wähle zuerst Deine bevorzugte Konstruktion und filtere danach nach Größe, Marke, Material, Sonnenblende, Brillenträger-Eignung, Verschluss oder Bluetooth-Vorbereitung.
Tour & Alltag
Komfortable Modularhelme für Pendelstrecke, Stadt, Landstraße und längere Motorradtouren.
Touring-Klapphelm auswählen →
180° Flip-Back
Das Kinnteil schwenkt bis hinter die Helmschale. P/J-Kennzeichnung und Herstellerfreigabe immer mitprüfen.
180-Grad-Klapphelme entdecken →
Brille & Bluetooth
Modelle mit Brillenkanal, Lautsprecheraussparungen und Vorbereitung für ein Kommunikationssystem.
Komfort-Ausstattung vergleichen →
Einfach & alltagstauglich
Klare Ausstattung, unkomplizierte Bedienung und ein schnell erreichbarer Ratschenverschluss.
Klapphelm für jeden Tag finden →Vier Schritte führen Dich zum passenden Klapphelm
Ein guter Klapphelm passt zu Deiner Kopfform, Deinem Motorrad und Deiner tatsächlichen Nutzung. Die richtige Größe, ein sicher verriegeltes Kinnteil und die passende Genehmigung sind wichtiger als ein einzelnes Komfort-Feature.
Pendelstrecke, Stadt, lange Tour oder flexible 180-Grad-Nutzung?
ECE 22.06, P/J-Homologation und zulässige Stellung des Kinnteils vergleichen.
Kopfumfang messen und festen, gleichmäßigen Sitz ohne Druckstellen prüfen.
Sonnenblende, Pinlock, Brillenkanal, Bluetooth, Material und Verschluss.
Alle wichtigen Fragen vor dem Klapphelm-Kauf
Öffne genau die Themen, die für Deine Entscheidung wichtig sind. Die bisherige Klapphelm-Beratung wurde vollständig überarbeitet und um aktuelle Informationen zu ECE 22.06, P/J-Homologation, 180-Grad-Kinnteilen, Passform, Visier, Bluetooth, Pflege und Austausch ergänzt.
Was ist ein Klapphelm und welche Vorteile hat er?
Ein Klapphelm ist ein Motorradhelm mit beweglichem Kinnteil, das sich zum Aufsetzen, Abnehmen oder bei einem Stopp nach oben öffnen lässt. Die Bauart wird auch Modularhelm, Systemhelm, Flip-Up-Helm oder klappbarer Motorradhelm genannt.
Im geschlossenen Zustand ähnelt ein Klapphelm einem Integralhelm: Visier und Kinnbereich sind abgedeckt. Der Unterschied liegt in der Mechanik zwischen Helmschale und Kinnteil. Sie macht den Helm besonders praktisch für Tourenfahrer, Pendler und viele Brillenträger.
Das geöffnete Kinnteil erleichtert Gespräche im Stand, das Einsetzen einer Brille und das Auf- oder Absetzen des Helms. Ob Du mit geöffnetem Kinnteil fahren darfst, hängt jedoch von der P/J-Homologation, der Verriegelung und den Herstellerangaben des konkreten Modells ab. Ein Klapphelm darf deshalb nicht automatisch wie ein Jethelm genutzt werden.
Kein Motorradhelm kann Verletzungen vollständig verhindern. Entscheidend sind die passende Größe, ein korrekt geschlossener Kinnriemen, ein vollständig verriegeltes Kinnteil und der unbeschädigte Zustand.
Welcher Klapphelm passt zu meinem Fahrstil?
Wähle Deinen Klapphelm nach Einsatz, Bedienung und gewünschter offener Stellung. Ein klassischer Touren-Klapphelm setzt andere Schwerpunkte als ein 180-Grad-Flip-Back-Modell.
Für Alltag und Pendelstrecke
Für häufiges Auf- und Absetzen sind eine leicht erreichbare Kinnteil-Entriegelung, ein Ratschenverschluss, eine integrierte Sonnenblende und ein herausnehmbares Innenfutter praktisch. Wer mit Naviansagen oder Mitfahrern kommuniziert, sollte auf Lautsprecheraussparungen und eine passende Bluetooth-Vorbereitung achten.
Für lange Motorradtouren
Auf langen Etappen zählen gleichmäßige Passform, eine gut bedienbare Belüftung, ein beschlagarmes Visier und eine ausgewogene Gewichtsverteilung. Pinlock-Vorbereitung, Sonnenblende, Windabweiser und waschbare Polster erhöhen den Komfort. Prüfe das tatsächliche Gewicht in Deiner Größe.
Klassisches 90-Grad-Kinnteil
Bei der klassischen Konstruktion bleibt das geöffnete Kinnteil oberhalb der Stirn. Das ist bei Stopps praktisch und erleichtert die Bedienung. Im offenen Zustand verändert sich jedoch die Aerodynamik deutlich. Fahre nur offen, wenn das Modell dafür homologiert und laut Anleitung freigegeben ist.
180-Grad-Flip-Back-Klapphelm
Bei einem 180-Grad-Klapphelm schwenkt das Kinnteil bis hinter die Helmschale. Dadurch liegt es in der offenen Stellung weniger hoch über dem Kopf. Nicht jeder 180-Grad-Helm besitzt automatisch eine P/J-Homologation – prüfe Kennzeichnung, Verriegelung und Bedienungsanleitung immer separat.
Für Brillenträger
Das geöffnete Kinnteil kann das Aufsetzen erleichtern. Ein Brillenkanal schafft zusätzlichen Platz für die Bügel. Trotzdem passt nicht jede Brillenform in jeden Helm. Nimm Deine eigene Brille zur Anprobe und prüfe Druck an Schläfen, Ohren und Nasensteg.
Darf ich einen Klapphelm mit geöffnetem Kinnteil fahren?
Nur eine entsprechende P/J-Doppelhomologation weist aus, dass der Helm sowohl in der geschlossenen als auch in der vorgesehenen offenen Konfiguration genehmigt wurde. Die Kennzeichnung findest Du je nach Modell am Prüfetikett, am Kinnriemen oder in der Anleitung.
Was bedeuten P und J?
Vereinfacht steht P für die Genehmigung mit schützendem Kinnteil und J für die offene Jethelm-Konfiguration. Ein Klapphelm mit der Kennzeichnung P/J ist für beide vorgesehenen Betriebsarten homologiert.
Was gilt ohne P/J?
Besitzt ein Klapphelm nur die Genehmigung für die geschlossene Konfiguration, muss das Kinnteil während der Fahrt vollständig geschlossen und verriegelt bleiben. Die bloße Möglichkeit, das Kinnteil hochzuklappen, ist keine Freigabe für offenes Fahren.
Auch bei P/J die Anleitung beachten
Die offene Stellung muss in der dafür vorgesehenen Position einrasten. Bei manchen Modellen wird das Kinnteil nach oben, bei anderen um 180 Grad nach hinten geführt. Bediene die Mechanik am besten nur im Stand, damit Du nicht abgelenkt wirst und anschließend beide Verriegelungen kontrollieren kannst.
Auch bei P/J bleibt das Gesicht in der offenen Konfiguration stärker exponiert als bei geschlossenem Kinnteil. Für schnelle Etappen, Autobahn, Regen oder starken Insektenflug ist die geschlossene Stellung meist die sinnvollere Wahl.
Was bedeutet ECE 22.06 bei einem Klapphelm?
ECE 22.06 bezeichnet die aktuelle 06-Prüfserie der UN-Regelung Nr. 22 für Motorradhelme und Visiere. Gegenüber der vorherigen Prüfserie wurden unter anderem zusätzliche Aufschlagpunkte, verschiedene Prüfgeschwindigkeiten und Schrägaufprallprüfungen ergänzt.
Bei einem Klapphelm ist neben der allgemeinen Normangabe besonders wichtig, in welchen Konfigurationen das Modell genehmigt wurde. ECE 22.06 und P/J beschreiben dabei unterschiedliche Dinge: ECE 22.06 bezeichnet die Prüfserie; P/J kennzeichnet die genehmigten offenen und geschlossenen Betriebsarten.
In Deutschland verlangt § 21a StVO während der Fahrt auf Krafträdern einen geeigneten Schutzhelm. Die gesetzliche Helmpflicht und die technische Typgenehmigung sind unterschiedliche Ebenen. Prüfe beim Neukauf deshalb immer das Etikett am konkreten Helm und die Produktbeschreibung.
Die Norm ist eine wichtige Mindestvoraussetzung, aber kein Passform-Siegel. Ein zugelassener Klapphelm kann seine Aufgabe nur erfüllen, wenn er stabil sitzt, der Kinnriemen geschlossen ist und das Kinnteil in der vorgesehenen Fahrstellung vollständig verriegelt wurde.
Mehr erfährst Du auf unserer Seite zur ECE-Kennzeichnung sowie direkt bei der UNECE zur UN-Regelung Nr. 22.
Wie finde ich die richtige Klapphelm-Größe und Passform?
Ein Klapphelm soll den Kopf fest und gleichmäßig umschließen, ohne zu rutschen oder schmerzhaft zu drücken. Größenangaben sind nicht markenübergreifend genormt. Kopfumfang, Kopfform, Wangenpolster und Innenkontur müssen zusammenpassen.
1. Kopfumfang messen
Lege ein flexibles Maßband waagerecht um die breiteste Stelle des Kopfes: ungefähr ein bis zwei Zentimeter über den Augenbrauen, oberhalb der Ohren und über den stärksten Punkt am Hinterkopf. Verwende alternativ eine nicht elastische Schnur und miss anschließend deren Länge.
2. Größentabelle des konkreten Modells prüfen
Häufige Richtwerte sind XS 53–54 cm, S 55–56 cm, M 57–58 cm, L 59–60 cm, XL 61–62 cm und XXL 63–64 cm. Die Produktangabe hat immer Vorrang, weil Marken, Modelle und Schalengrößen voneinander abweichen können.
3. Helm geschlossen probetragen
Setze den Helm vollständig auf, schließe Kinnteil und Kinnriemen und trage ihn zehn bis zwanzig Minuten. Die Polster sollen überall Kontakt haben. Straffe Wangenpolster sind normal; stechender Druck, Kopfschmerzen, Taubheitsgefühl oder starke Druckspitzen sind es nicht.
4. Bewegungs- und Abstreiftest
Drehe den Kopf nach links und rechts. Der Helm muss der Bewegung direkt folgen und darf sich nicht unabhängig verschieben. Versuche anschließend vorsichtig, den geschlossenen Helm von hinten nach vorn abzurollen. Lässt er sich weit über den Kopf ziehen, ist er zu groß oder falsch eingestellt.
5. Kinnteil, Kinnriemen und Brille prüfen
Das geschlossene Kinnteil darf Kinn, Nase oder Brillenrahmen nicht berühren. Der Kinnriemen liegt flach an und schneidet weder am Kehlkopf noch an der Kieferkante ein. Prüfe mit Deiner eigenen Brille, ob Bügel und Rahmen auch nach mehreren Minuten druckfrei sitzen.
Worauf muss ich bei Klappmechanik und Verriegelung achten?
Die Klappmechanik muss sich kontrolliert bedienen lassen und in der vorgesehenen Fahrstellung auf beiden Seiten vollständig einrasten. Sie ist ein zentrales Bauteil des Helms und sollte vor jeder Fahrt kurz geprüft werden.
Vor dem Losfahren
- Kinnteil vollständig schließen und auf ein deutliches Einrasten achten.
- Beide Seiten der Verriegelung kontrollieren – nicht nur die Seite des Bedienhebels.
- Am Kinnteil leicht ziehen, ohne es gewaltsam zu belasten.
- Kinnriemen schließen und Grundlänge korrekt einstellen.
- Visier und Sonnenblende auf freie Bewegung und klare Sicht prüfen.
Mechanik nicht erzwingen
Blockiert das Kinnteil, schließt es ungleichmäßig oder hat die Mechanik ungewöhnlich viel Spiel, darfst Du sie nicht mit Kraft zuschlagen. Prüfe auf Schmutz, falsch sitzende Polster oder ein Hindernis. Bleibt der Fehler bestehen, nutze den Helm nicht weiter und wende Dich an Händler oder Hersteller.
Keine ungeeigneten Schmiermittel verwenden
Öl, Silikonspray oder Lösungsmittel können Kunststoffe, Dichtungen und Verriegelungsbauteile beeinträchtigen. Reinige die Mechanik nur nach Herstelleranleitung und verwende ausschließlich ausdrücklich freigegebene Mittel.
Öffnen und Schließen möglichst im Stand
Das Bedienen während der Fahrt lenkt ab. Öffne oder schließe das Kinnteil deshalb möglichst nur im Stand und kontrolliere anschließend, ob die neue Position sicher verriegelt ist.
Welche Rolle spielen Visier, Sonnenblende und Pinlock?
Ein gutes Sichtsystem schützt vor Fahrtwind, Staub, Regen und Insekten und hilft Dir, wechselnde Licht- und Wetterbedingungen zu bewältigen. Vergleiche Hauptvisier, Sonnenblende, Pinlock-Vorbereitung und Lieferumfang immer beim konkreten Modell.
Klares Hauptvisier
Ein klares Visier bietet die größte Einsatzbreite. Es sollte sauber schließen, sich mit Handschuhen bedienen lassen und in mehreren Positionen stabil bleiben. „Kratzfest“ bedeutet kratzhemmend, nicht unzerkratzbar.
Integrierte Sonnenblende
Eine Sonnenblende lässt sich bei wechselndem Licht schnell absenken. Sie ersetzt das Hauptvisier nicht und muss leichtgängig sowie frei von Kratzern sein. Prüfe, ob sie tief genug reicht, ohne Nase, Wimpern oder Brille zu berühren.
Pinlock vorbereitet oder inklusive?
„Pinlock vorbereitet“ bedeutet, dass das Visier Befestigungspunkte für eine passende Antibeschlag-Scheibe besitzt. Die Scheibe ist dann nicht automatisch enthalten. „Pinlock inklusive“ bedeutet, dass sie zum Lieferumfang gehört. Verwende nur die exakt für Visier und Helm vorgesehene Variante.
Getönte und verspiegelte Visiere
Prüfe Zulassung, Lichtdurchlässigkeit und Einsatzbedingungen. Stark getönte oder verspiegelte Visiere sind bei Dunkelheit und schlechter Sicht ungeeignet. Viele Helme, die auf Produktbildern mit dunklem Visier erscheinen, werden serienmäßig mit klarem Visier geliefert – der konkrete Lieferumfang ist entscheidend.
Ersatzteile und Farbvarianten findest Du unter Visiere für Motorradhelme.
Welcher Klapphelm eignet sich für Brillenträger und Bluetooth?
Klapphelme können das Aufsetzen mit Brille erleichtern, aber weder ein Brillenkanal noch eine Bluetooth-Vorbereitung garantieren universelle Kompatibilität. Prüfe immer Deine konkrete Brille beziehungsweise Dein Kommunikationssystem.
Klapphelm für Brillenträger
Öffne das Kinnteil, setze den Helm auf und schiebe die Brille anschließend gerade ein. Ein Brillenkanal schafft seitlich Platz für die Bügel. Sie dürfen weder an Schläfen und Ohren drücken noch durch die Wangenpolster nach oben verschoben werden. Visier und Sonnenblende dürfen den Rahmen nicht berühren.
Bluetooth-Vorbereitung
Ein vorbereiteter Modularhelm besitzt je nach Modell Lautsprecheraussparungen, Kabelkanäle, eine Mikrofonposition oder eine vorgesehene Aufnahme für ein bestimmtes System. Das Kommunikationsgerät ist normalerweise nicht enthalten. „Bluetooth vorbereitet“ ist deshalb nicht gleichbedeutend mit „Bluetooth eingebaut“.
Nichts an EPS oder Schale verändern
Schneide keine Vertiefungen in die EPS-Innenschale und bohre keine Löcher in die Außenschale. Lautsprecher, Kabel und Halterung müssen montiert werden können, ohne tragende oder stoßdämpfende Bauteile zu verändern. Beachte die Kompatibilitätsangaben des Helm- und Headset-Herstellers.
Ablenkung vermeiden
Kopplung, Gruppenkommunikation und Lautstärke vor Fahrtbeginn einstellen. Telefonate, Musik und Bedienvorgänge dürfen die Aufmerksamkeit nicht vom Verkehr abziehen oder wichtige Umgebungsgeräusche überdecken.
Geeignete Geräte findest Du unter Kommunikationssysteme für Motorradhelme.
Welches Material ist gut und wie wichtig sind Gewicht und Lautstärke?
ABS, Polycarbonat, Fiberglas und Carbon können Teil eines normgerecht konstruierten Klapphelms sein. Der Materialname allein sagt jedoch nicht, welcher Helm für Deinen Kopf am sichersten, leichtesten oder bequemsten ist. Entscheidend ist die komplette Konstruktion aus Außenschale, EPS, Kinnteil, Mechanik, Polstern und Haltesystem.
ABS und Polycarbonat
Thermoplastische Schalen werden meist im Spritzguss gefertigt und ermöglichen robuste, wirtschaftliche Konstruktionen. Gewicht, Schalendicke und Anzahl der Schalengrößen unterscheiden sich je nach Modell.
Fiberglas und Carbon
Faserverbunde können hohe Steifigkeit bei geringerem Gewicht ermöglichen, sind aber aufwendiger in der Fertigung. Ein Carbon-Klapphelm ist nicht automatisch sicherer als ein Polycarbonat-Modell. Vergleiche Norm, Passform, tatsächliches Gewicht und gesamte Ausstattung.
Warum Klapphelme oft etwas schwerer sind
Kinnteil, Scharniere und Verriegelung benötigen zusätzliche Bauteile. Deshalb kann ein Klapphelm schwerer sein als ein vergleichbarer Integralhelm. Noch wichtiger als die Zahl auf der Waage ist die Gewichtsverteilung: Der Helm darf den Kopf nicht nach vorn ziehen oder bei Bewegung träge wirken.
Was beeinflusst Windgeräusche?
Geräusche entstehen durch Helmform, Kinnteil, Visierdichtung, Nackenabschluss, Motorrad-Windschild, Spiegel, Sitzposition, Körpergröße, Geschwindigkeit und Seitenwind. Ein als „leise“ beworbenes Modell kann auf einem anderen Motorrad völlig anders wirken. Bei längeren oder schnellen Fahrten ist passender Gehörschutz sinnvoll, sofern Warnsignale weiterhin wahrgenommen werden.
Ratschenverschluss oder Doppel-D – was passt zum Klapphelm?
Beide Verschlussarten können bei korrekter Genehmigung, Einstellung und Bedienung zuverlässig funktionieren. Entscheidend ist, dass der Kinnriemen bei jeder Fahrt geschlossen, passend eingestellt und unbeschädigt ist.
Ratschenverschluss
Der mikrometrische Ratschenverschluss lässt sich schnell schließen und häufig auch mit Handschuhen öffnen. Die Grundlänge des Kinnriemens muss trotzdem korrekt eingestellt sein. Die Rastung gleicht keinen zu langen oder falsch geführten Riemen aus.
Doppel-D-Verschluss
Beim Doppel-D-Verschluss wird der Gurt durch zwei Metallringe geführt und bei jedem Anlegen stufenlos gespannt. Das System ist im Rennsport verbreitet, braucht anfangs aber etwas Übung. Für Veranstaltungen können besondere Vorgaben gelten.
So sitzt der Kinnriemen richtig
- Der Riemen verläuft flach und ist nicht verdreht.
- Er sitzt straff, ohne Kehlkopf oder Kieferkante schmerzhaft zu belasten.
- Verschluss und Nähte zeigen keine Beschädigungen oder starke Abnutzung.
- Lose Gurtenden werden in der vorgesehenen Halterung fixiert.
- Der geschlossene Helm lässt sich nicht nach vorn vom Kopf abrollen.
Klapphelm oder Integralhelm – welche Bauart ist die richtige?
Ein Klapphelm setzt den Schwerpunkt auf flexible Bedienung; ein Integralhelm auf eine dauerhaft feste Kinnpartie. Welche Bauart besser passt, hängt von Tour, Motorrad, Brille, Komfortwunsch und persönlicher Passform ab.
Vorteile eines Klapphelms
- Einfacheres Auf- und Absetzen für viele Fahrer.
- Praktischer Zugang zum Gesicht bei Stopps.
- Häufig angenehm für Brillenträger.
- Große Auswahl mit Sonnenblende, Pinlock und Kommunikationsvorbereitung.
- Bei P/J-Modellen vorgesehene offene und geschlossene Nutzung möglich.
Vorteile eines Integralhelms
- Feste Kinnpartie ohne Klappmechanismus.
- Häufig kompaktere und leichtere Konstruktion.
- Große Auswahl für sportliche Straße und Rennstrecke.
- Je nach Modell aerodynamisch und akustisch günstiger – das muss individuell getestet werden.
Und wann passt ein Jethelm?
Ein Jethelm ist dauerhaft offen und bietet viel Luft sowie direkten Zugang zum Gesicht, deckt den Kinnbereich jedoch nicht wie ein geschlossener Klapp- oder Integralhelm ab. Wer vor allem die offene Bauart sucht, sollte Jethelme separat vergleichen.
Unsere Integralhelme und alle Motorradhelm-Arten im Überblick helfen Dir bei der direkten Gegenüberstellung.
Wann sollte ich meinen Klapphelm austauschen und wie pflege ich ihn?
Nach einem Unfall oder starken Aufprall sollte ein belasteter Klapphelm nicht ungeprüft weiterverwendet werden. Die EPS-Innenschale, Mechanik oder Verriegelung kann beschädigt sein, obwohl außen kaum etwas sichtbar ist. Beachte die Austauschhinweise des Herstellers.
Austausch oder Prüfung ist besonders wichtig bei:
- einem Unfall oder stärkeren Aufprall mit getragenem Helm,
- Rissen, Dellen, Verformungen oder gelösten Scharnierteilen,
- einem Kinnteil, das nicht mehr beidseitig sicher verriegelt,
- ungewöhnlichem Spiel, Knacken oder schwergängiger Mechanik,
- beschädigtem Kinnriemen oder unzuverlässigem Verschluss,
- stark verkratztem, trübem oder gerissenem Visier,
- dauerhaft zu lockerer Passform durch stark verdichtete Polster,
- unbekannter Vorgeschichte eines gebrauchten Helms,
- erreichtem Austauschzeitpunkt laut Herstelleranleitung.
Außenschale, Visier und Mechanik reinigen
Verwende lauwarmes Wasser, ein weiches Tuch und nur freigegebene Reinigungsmittel. Weiche Insekten zunächst ein. Aggressive Lösungsmittel, Kraftstoffe, Glasreiniger und starke Hitze können Schale, Visier, Dichtungen oder Beschichtungen beschädigen. Scharniere und Verriegelung mit weicher Bürste beziehungsweise Tuch reinigen; nicht ohne Freigabe ölen oder fetten.
Innenfutter waschen und Helm lagern
Herausnehmbare Polster nach Pflegeetikett waschen und bei Raumtemperatur vollständig trocknen lassen. Keine Heizung, keinen Trockner und keine Heißluft verwenden. Lagere den Helm trocken, dunkel und geschützt vor hoher Temperatur. Lege nichts hinein, das EPS oder Polster dauerhaft eindrückt.
Keine starre Lebensdauer für alle Helme
Material, Nutzung, UV-Belastung, Schweiß, Pflege und Herstellerangaben unterscheiden sich. Verlasse Dich deshalb nicht auf eine allgemeine Drei-, Fünf- oder Zehn-Jahres-Regel, sondern auf Anleitung, Zustand und Nutzungsgeschichte des konkreten Klapphelms.
Klapphelm kaufen: Komfort, P/J-Homologation und Passform richtig prüfen
Bei Helme Mädl findest Du Klapphelme für Pendelstrecke, Stadt, Landstraße und lange Motorradtouren. Nutze die Filter, um Deine Auswahl nach Hersteller, Farbe, Material und Verschluss einzugrenzen. Zusätzlich kannst Du nach integrierter Sonnenblende, Brillenträger-Eignung, Bluetooth-Vorbereitung und Verfügbarkeit filtern.
Vergleiche anschließend beim konkreten Motorrad-Klapphelm die Normangabe, den Zentimeterbereich, den Lieferumfang und die zulässigen Betriebsarten. Suche gezielt nach ECE 22.06, wenn Du einen aktuellen Modularhelm kaufen möchtest. Soll der Helm offen und geschlossen gefahren werden, muss die P/J-Homologation ausdrücklich angegeben sein. Bei einem 180-Grad-Klapphelm prüfst Du außerdem die Verriegelung des nach hinten geschwenkten Kinnteils.
Für klare Sicht sind ein dicht schließendes Hauptvisier, eine gut erreichbare Sonnenblende und je nach Einsatz eine Pinlock-Vorbereitung sinnvoll. Brillenträger achten auf einen Brillenkanal; Tourenfahrer häufig zusätzlich auf Belüftung, herausnehmbares Innenfutter und Platz für ein Kommunikationssystem. Ein Carbon-Klapphelm kann leichter ausfallen, doch tatsächliches Gewicht, Balance und Passform sind wichtiger als der Materialname allein.
Bist Du noch unsicher, ob ein Klapphelm, ein Integralhelm oder ein Jethelm zu Dir passt, starte mit unseren Motorradhelmen im Überblick oder nutze die persönliche Beratung.
Bereit für Deinen neuen Klapphelm?
Miss Deinen Kopfumfang, prüfe ECE- und P/J-Kennzeichnung und finde den Modularhelm, der fest sitzt, sich sicher bedienen lässt und zu Deinen Touren passt.