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Crosshelme für Motocross, Supermoto und Offroad

Crosshelme online kaufen – finde Deinen Motocrosshelm für Strecke und Gelände

Ein Crosshelm kombiniert ein großes Sichtfeld, einen ausgeprägten Kinnbereich, einen Helmschirm und intensive Belüftung für Motocross, Offroad und Supermoto. Wähle zuerst Deinen Einsatz und filtere danach nach Größe, Marke, Material, Brillenträger-Eignung, Verschluss, Sonnenblende oder Bluetooth-Vorbereitung.

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Crosshelm-Kaufberatung

Vier Schritte führen Dich zum passenden Crosshelm

Ein guter Crosshelm muss zu Deinem Einsatz, Deiner Kopfform und Deiner MX-Brille passen. Die richtige Größe, eine geeignete Genehmigung und ein korrekt geschlossener Kinnriemen sind wichtiger als ein einzelnes Material- oder Designmerkmal.

1. Einsatz festlegen

Motocross-Strecke, Offroad-Tour, Supermoto oder öffentliche Straße?

2. Genehmigung prüfen

ECE 22.06 für Straßennutzung und bei Rennen das konkrete Veranstaltungsreglement.

3. Passform testen

Kopfumfang messen und Helm gemeinsam mit Deiner MX- oder Korrektionsbrille probieren.

4. Ausstattung wählen

Helmschirm, Belüftung, Material, Verschluss, Innenfutter und Brillen-Kompatibilität.

Crosshelm-Wissen

Alle wichtigen Fragen vor dem Crosshelm-Kauf

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Öffne genau die Themen, die für Deine Entscheidung wichtig sind. Die bisherige Crosshelm-Beratung wurde vollständig überarbeitet und um aktuelle Informationen zu ECE 22.06, FIM FRHPhe-02, MX-Brillen, Supermoto, Passform, Material, Pflege und Austausch ergänzt.

Was ist ein Crosshelm und warum ist er anders aufgebaut?

Ein Crosshelm ist ein geschlossener Motorradhelm für Motocross und Offroad mit großem Augenausschnitt, ausgeprägtem Kinnbereich, Helmschirm und starker Belüftung. Die Bauart wird auch Motocrosshelm, MX-Helm oder Offroad-Helm genannt.

Anders als ein klassischer Integralhelm besitzt ein typischer Crosshelm kein fest eingebautes Visier. Stattdessen wird er mit einer passenden MX-Brille gefahren. Der große Gesichtsausschnitt verbessert Luftdurchsatz und Bewegungsfreiheit, während die Brille Augen und Gesichtsbereich vor Staub, Schlamm, Insekten und aufgewirbelten Partikeln schützt.

Der Helmschirm kann tief stehende Sonne abschatten und einen Teil von Schmutz oder sogenanntem Roost ablenken. Er ersetzt jedoch weder MX-Brille noch Visier. Der nach vorn gezogene Kinnbereich schafft Abstand zum Mund und unterstützt die Belüftung bei körperlich anstrengender Fahrt.

Viele Crosshelme sind auf geringes Gewicht, waschbare Polster und hohen Luftaustausch ausgelegt. Das macht sie auf der Strecke angenehm, kann auf schnellen Straßenetappen aber mehr Windgeräusche, Zugluft und Luftwiderstand bedeuten. Kein Helm kann Verletzungen vollständig verhindern – entscheidend sind Genehmigung, richtige Größe, stabile Passform und ein korrekt geschlossener Kinnriemen.

Welcher Crosshelm passt zu Motocross, Offroad und Supermoto?

Wähle den Crosshelm nach Deinem tatsächlichen Einsatz. Ein Helm für intensive Motocross-Runden setzt andere Schwerpunkte als ein Modell für gelegentliche Offroad-Ausflüge oder tägliche Supermoto-Fahrten.

Motocross-Strecke und Training

Auf der MX-Strecke zählen hoher Luftdurchsatz, sicherer Sitz, ein gut fixierter Helmschirm und ein Innenfutter, das sich nach schweißtreibenden Sessions herausnehmen und waschen lässt. Der Helmausschnitt muss zur MX-Brille passen, ohne Rahmen oder Nase nach unten zu drücken. Für Rennen gelten zusätzlich die Vorgaben des Veranstalters.

Offroad, Enduro-Runde und Cross-Country

Bei längeren, wechselnden Etappen sind ausgewogene Gewichtsverteilung, gut erreichbare Belüftung und komfortable Polster besonders wichtig. Fährst Du zwischendurch längere Straßenstücke, kann ein Endurohelm mit Visier komfortabler und wetterfester sein.

Supermoto und öffentliche Straße

Für Supermoto auf der Straße solltest Du auf eine passende Straßengenehmigung, sicheren Sitz des Helmschirms und geeigneten Augenschutz achten. Bei höherem Tempo erzeugen Schirm und große Belüftungsöffnungen mehr Luftwiderstand und Geräusche als ein Integralhelm. Die MX-Brille muss auch bei Fahrtwind dicht und stabil sitzen.

Freizeit, Quad und gelegentliches Gelände

Auch bei entspannter Nutzung bleiben Passform und Genehmigung entscheidend. Ein komfortabler Ratschenverschluss kann praktisch sein, während Doppel-D bei vielen sportlich ausgerichteten Modellen verbreitet ist. Die Verschlussart allein macht einen Helm nicht automatisch besser oder schlechter.

Crosshelm, Endurohelm oder Integralhelm – was ist der Unterschied?

Crosshelm, Endurohelm und Integralhelm schützen Kopf und Kinn, sind aber für unterschiedliche Fahrbedingungen optimiert. Die richtige Wahl hängt davon ab, wie viel Strecke, Straße, Wetter- und Offroad-Anteil Du tatsächlich fährst.

Crosshelm

Der klassische Crosshelm besitzt Helmschirm, großen Augenausschnitt, ausgeprägten Kinnbereich und meist kein festes Visier. Er wird mit MX-Brille kombiniert und bietet viel Luftdurchsatz für körperlich anstrengendes Fahren. Für schnelle Straßenetappen ist er häufig lauter und weniger wettergeschützt.

Endurohelm

Ein Enduro- oder Adventure-Helm verbindet Offroad-Optik mit mehr Straßentauglichkeit. Viele Modelle besitzen ein klares Visier, teilweise eine Sonnenblende und einen abnehmbaren Helmschirm. Je nach Konstruktion lassen sie sich mit Visier, MX-Brille oder in verschiedenen Kombinationen nutzen – ausschließlich nach Herstellerangabe.

Integralhelm

Ein Integralhelm hat ein festes Kinnteil und ein geschlossenes Visier. Er ist auf Asphalt meist aerodynamischer, leiser und besser gegen Regen, Kälte und Insekten abgeschirmt. Im langsamen, anstrengenden Gelände bietet ein Crosshelm dagegen häufig mehr Luft und Platz im Gesichtsbereich.

Produktnamen sind nicht immer einheitlich. Ein als „Crosshelm mit Visier“ angebotenes Modell entspricht vom Aufbau oft eher einem Enduro- oder Multihelm. Vergleiche deshalb nicht nur die Bezeichnung, sondern Visier, Helmschirm, Genehmigung und vorgesehene Nutzung des konkreten Produkts.

Was bedeutet ECE 22.06 bei einem Crosshelm?

ECE 22.06 bezeichnet die aktuelle 06-Prüfserie der UN-Regelung Nr. 22 für Motorradhelme und Visiere. Gegenüber der vorherigen Prüfserie wurden unter anderem zusätzliche Aufschlagpunkte, verschiedene Prüfbedingungen und Schrägaufpralltests ergänzt, die Rotationsbelastungen realistischer berücksichtigen.

In Deutschland verlangt § 21a StVO auf Krafträdern während der Fahrt einen geeigneten Schutzhelm. Für die Nutzung eines Crosshelms auf öffentlichen Straßen solltest Du beim Neukauf auf die korrekte Typgenehmigung und das Prüfetikett des konkreten Helms achten. Eine reine Wettbewerbs- oder Trainingsbezeichnung ersetzt keine Straßengenehmigung.

Die Norm ist eine wichtige Mindestvoraussetzung, aber kein Passform- oder Komfortsiegel. Auch ein genehmigter Crosshelm kann seine Aufgabe nur erfüllen, wenn er fest sitzt, der Kinnriemen geschlossen ist und der Helm nach einem harten Aufprall nicht ungeprüft weiterverwendet wird.

Mehr erfährst Du auf unserer Seite zur ECE-Kennzeichnung, im aktuellen Text der StVO und direkt bei der UNECE zur UN-Regelung Nr. 22.

Welche Helmregeln gelten bei Motocross-Rennen und FIM-Wettbewerben?

Bei einem Rennen gilt immer das konkrete Reglement des Veranstalters, der Serie und des zuständigen Verbandes. Eine ECE-Genehmigung für die Straße bedeutet nicht automatisch, dass ein Helm für jede Wettbewerbsserie zugelassen ist.

Seit 2026 verlangt die FIM in ihren Championships für die meisten Disziplinen – darunter Offroad-Disziplinen wie Motocross, Enduro und Cross-Country – einen Helm mit FIM-Homologation nach FRHPhe-02. Die Homologation wird durch ein FIM-Label am Kinnriemen bestätigt und kann modell- sowie größenbezogen sein.

Diese FIM-Vorgabe gilt nicht automatisch für jedes Training, Clubrennen oder jede nationale Veranstaltung. Prüfe vor der Anmeldung, welche Helmnorm, welches Prüfalter, welche Verschlussart und welche zusätzliche Ausrüstung verlangt werden. Verlasse Dich nicht auf allgemeine Aussagen wie „Doppel-D ist bei allen Rennen Pflicht“.

Die FIM erläutert das Programm und die Offroad-Homologation auf ihrer Seite zum FRHPhe-02-Offroad-Standard.

Wie finde ich die richtige Crosshelm-Größe und Passform?

Ein Crosshelm soll den Kopf fest und gleichmäßig umschließen, ohne zu rutschen oder schmerzhaft zu drücken. Größenangaben wie S, M oder L sind nicht markenübergreifend identisch. Kopfumfang, Kopfform, Wangenpolster und Innenkontur müssen zusammenpassen.

1. Kopfumfang messen

Lege ein flexibles Maßband waagerecht um die breiteste Stelle des Kopfes: ungefähr ein bis zwei Zentimeter über den Augenbrauen, oberhalb der Ohren und über den stärksten Punkt am Hinterkopf. Alternativ verwendest Du eine nicht elastische Schnur und misst anschließend deren Länge.

2. Größentabelle des Modells prüfen

Häufige Richtwerte sind XS 53–54 cm, S 55–56 cm, M 57–58 cm, L 59–60 cm, XL 61–62 cm und XXL 63–64 cm. Die Produktangabe hat immer Vorrang, weil Marken, Modelle, Polsterstärken und Schalengrößen voneinander abweichen können.

3. Zehn bis zwanzig Minuten probetragen

Setze den Helm vollständig auf, schließe den Kinnriemen und trage ihn mindestens zehn Minuten. Straffe Wangenpolster sind bei einem neuen Helm normal. Stechender Druck, Kopfschmerzen, Taubheitsgefühl oder starke Druckspitzen an Stirn und Schläfen sind dagegen ein Warnzeichen.

4. Bewegungs- und Abstreiftest

Bewege den Kopf schnell nach links und rechts. Der Helm muss der Bewegung direkt folgen und darf sich nicht unabhängig verschieben. Versuche anschließend vorsichtig, den geschlossenen Helm von hinten nach vorn abzurollen. Lässt er sich weit über den Kopf ziehen, ist er zu groß oder falsch eingestellt.

5. MX-Brille und Kinnriemen gemeinsam prüfen

Setze Deine MX-Brille zusammen mit dem Helm auf. Der Rahmen darf nicht auf Nase oder Augenhöhle drücken, der Brillenrand muss in den Gesichtsausschnitt passen und das Band darf den Helm nicht nach hinten ziehen. Der Kinnriemen liegt flach an und schneidet weder am Kehlkopf noch an der Kieferkante ein.

Welche MX-Brille passt zu meinem Crosshelm?

Die passende MX-Brille füllt den Augenausschnitt sauber aus, sitzt dicht am Gesicht und drückt weder auf Nase noch Helmrand. Nicht jede Rahmenform passt gleich gut zu jedem Crosshelm. Deshalb ist die Kombination aus Helm, Brille und gegebenenfalls Korrektionsbrille entscheidend.

Rahmen und Helmausschnitt

Der Brillenrahmen darf oben nicht vom Helm nach unten geschoben werden. Seitlich sollte kein unnötig großer Spalt bleiben, durch den Staub oder Zugluft eindringen. Das Band muss lang genug sein, mittig um den Helm laufen und auf der Schale sicher halten. Silikonstreifen am Band können das Verrutschen reduzieren.

Crosshelm-Set mit Brille

Bei einem Set erhältst Du Helm und MX-Brille als abgestimmte Kombination. Das erleichtert die Auswahl und sorgt häufig für einen zusammenpassenden Look. Prüfe trotzdem die individuelle Gesichtsform: Auch ein Set kann an Nase, Wangen oder Korrektionsbrille anders sitzen als erwartet.

OTG für Brillenträger

OTG steht für „Over The Glasses“. Eine OTG-Motocrossbrille bietet zusätzlichen Platz für eine normale Sehbrille und häufig Aussparungen für deren Bügel. Nimm Deine eigene Brille zur Anprobe mit. Rahmenbreite, Bügelform und Glashöhe entscheiden, ob die Kombination wirklich druckfrei funktioniert.

Glasfarbe und Licht

Klare oder helle Gläser eignen sich häufig für Dunkelheit, Wald, Nebel oder diffuses Licht. Stärker getönte und verspiegelte Gläser sind für helle Bedingungen gedacht. Verlasse Dich nicht nur auf die Farbe, sondern prüfe Lichtdurchlässigkeit, Filterangabe und Einsatzempfehlung des Herstellers.

Beschlag und Belüftung

Helm- und Brillenbelüftung müssen zusammenarbeiten. Blockiert die Helmkante die Öffnungen der Brille, kann Feuchtigkeit schlechter entweichen. Doppelscheiben und Antibeschlag-Beschichtungen können helfen, ersetzen aber nicht die richtige Passform und Pflege.

Für Motorrad- und Moped-Schutzbrillen beschreibt EN 1938 Anforderungen und Prüfverfahren, auch für Offroad-Freizeitnutzung. Offizielle Rennen sind vom Anwendungsbereich dieser Norm ausgenommen. Weitere Informationen findest Du bei DIN Media zur EN 1938.

Welche Aufgabe haben Helmschirm, Kinnbereich und Belüftung?

Die charakteristische Form eines Crosshelms ist funktional: Der Schirm unterstützt bei Sonne und aufgewirbeltem Schmutz, der vorgezogene Kinnbereich schafft Atemraum und die Belüftung führt Wärme ab. Alle Bauteile müssen korrekt montiert und für das konkrete Modell vorgesehen sein.

Helmschirm

Der Helmschirm kann tief stehendes Licht abschatten und einen Teil von Schlamm oder Steinen ablenken. Bei höherem Straßentempo erzeugt er jedoch Auftrieb und Luftwiderstand. Stelle ihn nur innerhalb des vom Hersteller vorgesehenen Bereichs ein und kontrolliere Schrauben sowie Halterungen regelmäßig.

Vorgezogener Kinnbereich

Der verlängerte Kinnbereich vergrößert den Abstand zum Mund und unterstützt das Atmen bei hoher Belastung. Er ist Teil der geprüften Helmkonstruktion. Bohre, schneide oder beklebe ihn nicht mit ungeeignetem Zubehör und befestige Kameras oder Halterungen nur entsprechend den Herstellerangaben.

Belüftung

Große Ein- und Auslässe helfen, warme und feuchte Luft abzuführen. Mehr Öffnungen bedeuten aber nicht automatisch bessere Kühlung: Luftkanäle, Innenpolster und Fahrposition müssen zusammenspielen. Nach staubigen Fahrten sollten die Öffnungen vorsichtig gereinigt werden, damit sie nicht zugesetzt bleiben.

Geräusche und Wetter

Die offene Augenpartie und intensive Belüftung lassen mehr Wind, Geräusche, Kälte und Regen an den Fahrer als ein geschlossenes Integralvisier. Für längere Asphaltetappen kann deshalb ein Enduro- oder Integralhelm komfortabler sein.

Welches Material und Gewicht sind bei einem Crosshelm sinnvoll?

Crosshelme werden unter anderem aus Polycarbonat, ABS, Fiberglas, Carbon oder Mischgeweben gefertigt. Der Materialname allein ist kein Sicherheitsranking. Entscheidend sind der gesamte Helmaufbau, die bestandene Genehmigung, passende Größe und der unbeschädigte Zustand.

Polycarbonat und ABS

Thermoplastische Schalen werden häufig im Spritzguss gefertigt. Sie ermöglichen robuste und oft preislich attraktive Crosshelme. Moderne Materialmischungen können gute Eigenschaften bieten; pauschale Aussagen, dass Thermoplast grundsätzlich schlechter schützt, sind nicht sinnvoll.

Fiberglas und Faserverbund

Bei faserverstärkten Schalen werden Fasern in eine Kunststoffmatrix eingebettet. Die Konstruktion kann eine hohe Steifigkeit und günstige Gewichtsverteilung ermöglichen. Herstellung und Reparatur sind aufwendiger; Beschädigungen dürfen nicht eigenständig überlaminiert oder überlackiert werden.

Carbon

Carbon kann leichte und steife Helmschalen ermöglichen, macht einen Helm aber nicht automatisch sicherer oder komfortabler. Vergleiche das tatsächliche Gewicht in Deiner Größe, die Anzahl der Schalengrößen und die Passform. Ein schlecht sitzender Carbonhelm ist keine bessere Wahl als ein optimal passendes Modell aus anderem Material.

EPS-Innenschale und Polster

Unter der Außenschale sitzt eine stoßdämpfende EPS-Schicht. Sie nimmt bei einem Aufprall Energie durch Verformung auf. Komfortpolster sorgen für Halt und können bei vielen Crosshelmen herausgenommen werden. Ein Austauschpolster kann den Sitz fein verändern, darf aber nur in einer vom Hersteller freigegebenen Stärke verwendet werden.

Gewicht richtig vergleichen

Gewichtsangaben gelten häufig für eine bestimmte Größe und können durch Schale, Polster, Schirm und Zubehör variieren. Neben der Grammzahl zählt die Balance: Ein ausgewogener Helm kann sich angenehmer anfühlen als ein nominell leichteres, aber frontlastiges Modell.

Doppel-D oder Ratschenverschluss – was passt zu meinem Crosshelm?

Doppel-D- und Ratschenverschluss können bei korrekter Konstruktion, Einstellung und Bedienung zuverlässig funktionieren. Wichtig ist, dass der Kinnriemen flach anliegt, fest gespannt ist und vor jeder Fahrt vollständig geschlossen wird.

Doppel-D-Verschluss

Beim Doppel-D-System wird der Riemen durch zwei Metallringe geführt und bei jedem Aufsetzen neu gespannt. Es ist leicht, stufenlos einstellbar und bei sportlich ausgerichteten Motocrosshelmen weit verbreitet. Die korrekte Fädelung muss geübt werden; das lose Riemenende wird anschließend an der vorgesehenen Lasche befestigt.

Ratschenverschluss

Der mikrometrische Ratschenverschluss lässt sich schnell bedienen und fein einrasten. Er ist für Alltag, Freizeit und häufiges Auf- und Absetzen praktisch. Die Grundeinstellung des Kinnriemens muss trotzdem passen; die Ratsche darf nicht am Kiefer oder Kehlkopf drücken.

Was gilt im Wettbewerb?

Doppel-D ist im Rennsport verbreitet, aber die pauschale Aussage „bei allen Wettbewerben vorgeschrieben“ ist zu weitgehend. Maßgeblich sind Veranstaltungsreglement, Verband, Helmhomologation und technische Abnahme. Prüfe diese Anforderungen vor dem Kauf und erneut vor jedem Rennen.

Gibt es Crosshelme für Brillenträger und mit Bluetooth-Vorbereitung?

Ja, einige Crosshelme bieten Brillenkanäle, vorbereitete Lautsprecherbereiche oder Platz für Kommunikationszubehör. Die Begriffe bedeuten jedoch nicht, dass jede Sehbrille oder jedes Bluetooth-System automatisch passt.

Crosshelm für Brillenträger

Ein Brillenkanal schafft seitlich Platz für die Bügel einer Korrektionsbrille. Zusätzlich benötigst Du eine ausreichend große OTG-MX-Brille. Probiere die komplette Kombination: Helm, Sehbrille und Crossbrille. Es dürfen weder Bügel noch Nasensteg oder Brillenrahmen nach mehreren Minuten drücken.

Bluetooth-Vorbereitung

„Bluetooth vorbereitet“ kann Lautsprecheraussparungen, Kabelkanäle oder eine modellbezogene Aufnahme bedeuten. Das Kommunikationssystem ist nicht automatisch enthalten. Prüfe Produktbeschreibung und Kompatibilitätsliste, bevor Du ein Gerät bestellst.

Zubehör nur freigegeben montieren

Bohre keine Löcher in die Helmschale und verwende keine aggressiven Kleber oder Lösungsmittel. Externe Kameras, Intercoms und Halterungen können Aerodynamik und geprüfte Konstruktion beeinflussen. Montiere Zubehör ausschließlich nach Helm- und Geräteanleitung.

Integrierte Sonnenblende

Eine Sonnenblende ist bei klassischen Crosshelmen selten und häufiger bei Enduro- oder Hybridhelmen zu finden. Wird sie als Filtermerkmal angeboten, prüfe den tatsächlichen Helmtyp, das Gewicht und ob Du zusätzlich eine MX-Brille oder ein festes Visier verwendest.

Wie reinige und pflege ich Crosshelm und MX-Brille richtig?

Nach staubigen oder schlammigen Fahrten sollten Crosshelm, Innenfutter, Helmschirm und MX-Brille schonend gereinigt und vollständig getrocknet werden. Aggressive Reiniger, Lösungsmittel, Benzin und starke Hitze können Materialien, Klebstoffe und Beschichtungen beschädigen.

Groben Schmutz zuerst einweichen

Entferne angetrockneten Schlamm nicht trocken mit Druck. Weiche ihn mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch ein. Reinige Außenschale, Schirm und Kunststoffteile nach Herstellerangabe. Kontrolliere anschließend Schrauben und Halterungen.

Innenfutter waschen

Herausnehmbare Polster werden nach Pflegeetikett von Hand oder im angegebenen Schonprogramm gereinigt. Lasse sie bei Raumtemperatur vollständig trocknen. Setze sie niemals feucht ein und trockne sie nicht auf Heizung, mit Föhn oder in direkter starker Sonne.

MX-Brille und Glas

Spüle Staub und Sand zuerst mit Wasser ab, damit die Scheibe beim Wischen nicht verkratzt. Verwende nur geeignete Tücher und freigegebene Reiniger. Die Innenseite vieler Antibeschlag-Scheiben ist empfindlich und darf nicht stark gerieben werden.

Nach einem Sturz kontrollieren

Prüfe Außenschale, EPS, Kinnbereich, Schirmaufnahme, Kinnriemen und Verschluss. Schäden an der stoßdämpfenden Innenschale können unsichtbar sein. Nach einem harten Aufprall sollte der Helm gemäß Herstellerangabe ausgetauscht oder fachlich beurteilt werden.

Richtig lagern

Lagere Helm und Brille trocken, sauber und geschützt vor direkter Sonne, hoher Hitze, Kraftstoffen und schweren Gegenständen. Stopfe Handschuhe oder Werkzeug nicht dauerhaft in den Helm, weil Polster und EPS dadurch verformt werden können.

Crosshelme bei Helme Mädl

Crosshelm kaufen: MX-Style, Belüftung und Passform richtig kombinieren

Bei Helme Mädl findest Du Crosshelme und Motocrosshelme für Strecke, Gelände und Supermoto. Entdecke einzelne MX-Helme oder abgestimmte Crosshelm-Sets mit passender Motocrossbrille. Für mehr Straßenschutz und ein festes Visier kannst Du außerdem unsere Endurohelme und Integralhelme vergleichen.

Nutze die Filter, um Crosshelme nach Hersteller, Farbe, Material, Brillenträger-Eignung, Doppel-D- oder Ratschenverschluss, Sonnenblende, Bluetooth-Vorbereitung und Verfügbarkeit einzugrenzen. Vergleiche danach ECE-Kennzeichnung, Größentabelle, tatsächliches Gewicht, Belüftung, Helmschirm, Innenfutter und die Passform mit Deiner MX-Brille.

Suchst Du einen Motocrosshelm für Rennen, prüfe zusätzlich das Reglement Deiner Serie. Für FIM-Championships gelten seit 2026 besondere FRHPhe-02-Vorgaben. Für Straße und Supermoto bleibt die passende Typgenehmigung des konkreten Helms entscheidend. Bei Unsicherheit helfen Dir unsere persönliche Beratung und der Helmberater weiter.

Bereit für Deinen neuen Crosshelm?

Lege Deinen Einsatz fest, miss den Kopfumfang und wähle Crosshelm und MX-Brille als funktionierende Einheit. So findest Du einen Helm, der fest sitzt, gut belüftet ist und zu Deinem Fahrstil passt.